Musikalische Früherziehung

Ist eine musikalische Früherziehung für Kinder wichtig ?
Besonders für Kinder ist es wichtig schon frühzeitig mit Musik in Kontakt zu treten und sie mit all ihren Eindrücken aufzunehmen, zu verarbeiten und zu erleben. Bei der individuellen Entwicklung spielt sie eine tragende Rolle und weckt positive Eigenschaften, welche die Persönlichkeit des Kindes wesentlich prägen.Durch die Verbindung von Sprache, Melodie und dem Spielen eines Instrumentes werden die verschiedensten Funktionen des Gehirns beansprucht. Konzentration, Wahrnehmung und Koordination werden gleichzeitig erfordert und müssen miteinander in Einklang gebracht werden. So müssen nicht nur Noten, sondern auch Besonderheiten wie Punktierungen, Betonungen, Vorzeichen u.a. durch richtiges „Übersetzen“ in Übereinstimmung gebracht und korrekt umgesetzt werden. Ein konkreter Fingersatz ist dabei ausschlaggebend, zumal jedes Instrument eine andere Haltung der Finger und des Körpers vorsieht. Meist unterscheiden sich noch die Bewegungen der rechten und linken Hand voneinander, womit das Gehirn umfassende Informationen zu verwalten hat . Neben Gehirn und Fingern agiert auch das Gehör, welches einen erbrachten Ton auf Qualität kontrolliert. Geschult wird das Gehör hierbei nicht nur auf die Korrektheit eines Tons, sondern auch auf die Fähigkeit, zwischen lauten, leisen, hohen oder tiefen Tönen zu unterscheiden. Bei diesem äußerst komplexen Prozess werden somit Denkvermögen, Kreativität als auch die Merkfähigkeit des Kindes gefördert.

Wissenswert:
Musik ist eng verbunden mit Empfindungen und ermöglicht es Kindern, ihre Umwelt besser aufzufassen und zu begreifen. So verbinden Kinder mit der Musik rhythmische Bewegungen und schaffen somit eine Synthese zwischen Melodie und Motorik. Durch das Tanzen zu Musik lernen sie ihren Körper als auch ihre Umwelt besser wahrzunehmen und bilden gleichzeitig ihr Rhythmus- und Taktgefühl aus. Meist wachsen musikalisch gebildete Kinder zu äußerst sensiblen Menschen heran, die es verstehen ihre Gefühle wie Wut, Freude o.ä. durch Musik auszudrücken. Musik setzt keine Grenzen, eröffnet aufgrund ihrer Klangvielfalt Einblicke in neue Welten und schafft somit einen Sinn für das Schöne.

Musik fördert die Entwicklung der Sprache
Musik und Sprache ergänzen sich zu einem Ganzen und sind unweigerlich miteinander verbunden. Jedes Wort und jeder Satz besitzt klangliche Besonderheiten, Rhythmen, Dynamiken und Pausen, die für das Verständnis des Gesagten von großem Wert sind. Der Klang der Sprache ist ein wichtiger Faktor, um die Bedeutung als auch den Sinn von Wörtern zu erfassen und sie in die Umwelt einzubringen bzw. sie in Verhältnis zu setzen. Kinder, die sich bereits frühzeitig einer musikalischen Bildung unterziehen sind in der Lage durch die Einheit von Musik und Sprache ihren Wortschatz zu erweitern und sich somit gewählter auszudrücken. Durch die Verbindung von Musik und Sprache werden beide Gehirnhälften trainiert und der  Intellekt gefördert. Besonders Liedwiederholungen prägen sich Kindern gut ein und zeigen intensive Wirkung bei der Merkfähigkeit von Wörtern und eingängigen Melodien. Kommen dazu noch Lautmalereien wie beispielsweise „Miau“ o.ä. setzen Kinder diese Geräusche mit ihrer unmittelbaren Umgebung in Verbindung.

Schon gewusst ?: 
Bereits im Bauch der Mutter nimmt das Kind den Klang ihrer Stimme wahr und ist direkt nach der Geburt in der Lage, sie wiederzuerkennen.

Es ist nachgewiesen, dass:
Kinder ihr unmittelbares Umfeld mit Musik in Beziehung setzen. Durch Empfindungen, die mittels Musik hervorgerufen werden, lernen Kinder ihre eigenen Gefühle besser zu beherrschen. Mit Emotionen wie Wut oder Aggressivität können sie folglich besser umgehen und mithilfe der Musik ihre innere Harmonie finden. Aufgrund der Vielzahl von klanglichen Eindrücken sind musikalisch gebildete Kinder deutlich fantasievoller und in der Lage Zusammenhänge besser zu erkennen und zu erschließen. Soziale Kompetenzen, die sich beispielsweise in Fähigkeiten wie Beharrlichkeit, Ausdauer, Langmut, Ausgeglichenheit, Disziplin u.a. widerspiegeln, werden dadurch weiter ausgeprägt und fördern die Interaktion im Team. Durch Teamwork in Form eines Duos, Trios o.ä. lernen Kinder mit ihren Gegenüber geduldig umzugehen und sich musikalisch richtig zu ergänzen. Eine musikalische Zusammenarbeit kann schließlich nur dann funktionieren, wenn Voraussetzungen wie Geduld, Höflichkeit und gegenseitiges aufeinander Eingehen erfüllt werden. Dadurch wird insgesamt das Gruppengefühl gestärkt. Das musikalische Agieren innerhalb einer Gruppe verleiht des Weiteren ein Gefühl von Anerkennung und fördert das Selbstwertgefühl. Somit entdecken Kinder eine neue Motivation und sind in der Lage, sich durch die Musik zu verwirklichen. Musik verbindet und so haben es Kinder mit einer musikalischen Vorbelastung meist leichter, Freundschaften aufzubauen, da ihr oft freundliches Verhalten Gespräche knüpft. Sie überwinden somit ihre Schüchternheit und zeichnen sich durch selbstbewusstes Auftreten aus, sodass eine Integration in die Gesellschaft ohne Probleme erfolgt. 

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine musikalische Früherziehung für Kinder die ideale Gelegenheit ist, ihre Entwicklung zu bereichern. Viele positive Eigenschaften werden geweckt und formen den heranwachsenden Menschen in seinen Charakterzügen. Es bedarf jedoch nicht nur der Ausbildung von Fähigkeiten wie Denkvermögen, Kreativität, Intellekt, Konzentrationsfähigkeit u.a., sondern auch den Spaß und die Freude am Musizieren. Musik ist gesund für die Seele und den Geist. Sie vereint Emotionen, die Menschen unabhängig des Alters begreifen, erleben und erfassen können.

 

 

 

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